In diesem Frühjahr konnte ein ganz besonderes Naturschauspiel am kleinen Inn beobachtet werden. Zahlreiche Nasen fanden sich zum Laichen auf einer Kiesbank im flachen Wasser ein. Die weiblichen Tiere geben tausende Eier in den lockeren Kies ab, die anschließend von den männlichen Tieren befruchtet werden. Bereits nach wenigen Stunden ist die Nasenhochzeit vorbei, die Tiere ziehen sich wieder in tieferes Wasser zurück überlassen die befruchteten Eier ihrem Schicksal. Für die Nasen ist es nicht leicht, einen geeigneten Platz für die Eiablage im Fluss zu finden. Sie benötigen dafür lockeren Kies, in dessen Zwischenräumen sich die Eier geschützt entwickeln können. Aufgrund verschiedener anthropogener Einflüsse liegt jedoch eine starke Verfestigung des Kieses im Flussbett vor, sodass geeignete Laichplätze sehr rar geworden sind. Der Anglerbund ISARIA München e.V. setzt sich gemeinsam mit weiteren Interessensvertretern für den Erhalt der selten gewordenen Fischart Nase im Inn ein. Dabei ist das Zusammenwirken von Renaturierungsmaßnahmen des Flusses seitens des Wasserwirtschaftsamts und VERBUND und der gezielten Unterstützung der Nasenpopulation durch Nachzucht seitens des Anglerbundes ISARIA München e.V. entscheidend. Letzteres setzt der Anglerbund ISARIA München e.V. bereits seit einigen Jahren um und bringt jedes Jahr tausende Jungfische in den Inn ein. Diese Tiere sind autochthon, die Elterntiere stammen also aus dem Inn. Die Bilder der laichenden Nasen im Inn sind ein großer Erfolg dieser Bemühungen und geben Hoffnung, dass sich die Nasenpopulation im Inn erholen kann.


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